Archiv für die Kategorie „in eigener sache“
Zeit
die zeit ist ein gar wundersames ding. sie ist überall und immer da und selten doch habe ich das gefühl, sie gäbe es im überfluß. immer wenn ich in den blog schaue, erschrecke ich mich über die viele zeit, die seit dem letzten eintrag schon wieder vergangen ist.
sehr häufig lebe ich mit dem gefühl, dass die zeit schneller ist als ich. oft habe ich den wunsch, dass der tag für mich doch bitte ein wenig länger sein könnte. aber mit fortschreitendem alter werden meine tage gefühlt immer kürzer.
unser leben ist so komplex und anspruchsvoll geworden, wir erledigen an einem tag so viele verschiedene dinge, dass zeit zu einem gefühlten luxuswert geworden ist. wie schön sind die tagträume, in denen ich mir vorstelle, was ich alles tun würde, wenn ich nur ein wenig mehr zeit hätte.
zeit ist kostbar. sie ist das kostbarste, dass ich besitze. leider vergesse ich das sehr häufig. ich verschwende sie, schimpfe auf sie, klage sie an, mache mich zu ihrer sklavin, arbeite gegen sie. aber eigentlich…
… möchte ich sie einfach nur genießen.
Einen brauchst Du
gestern bekam ich per post einen ganz lieben gruß. das hat mich umso mehr gefreut, weil der postweg ja immer seltener genutzt wird für schöne worte.
vorne auf der postkarte ist dies wunderschöne gedicht von emmy grund
einen brauchst du
Lieblingssätze
mia bernstein schreibt lieblingssätze. und diese sätze haben dazu geführt, dass ich ihr auf twitter folge.
irgendwann bekam ich dann zwangsläufig mit, dass sie ihr erstlingswerk “erdbeerflecken” veröffentlicht. das war, glaube ich, im november. illustriert wurde ihr buch von michaela von aischberger, der ich ebenfalls mit begeisterung auf twitter folge. eine spannende allianz also.
erdbeerflecken. ich liebe erdbeeren und die farbe rot. da schreibt also die frau mit den lieblingssätzen auch noch ein buch mit früchten im titel, auf die ich mich im sommer immer am meisten freue. das cover ist so gestaltet, dass, wenn ich es im buchhandel erblickt , es auf alle fälle in die hände genommen hätte. dennoch hat es bis märz gedauert, bis ich mir das buch gekauft habe. und das hat natürlich auch seine gründe.
Wenn Twitterer sich zusammenfinden…
…haben sie spass. zumindest bei diesem ereignis, der ausstellungseröffnung von michaela von aischbergers “ich male meine follower” im stilwerk in hamburg.
ich muss schon gestehen, ein wenig aufgeregt war ich doch. wie wird das wohl sein, den menschen denen ich fast täglich auf meinem laptop begegne, in echt gegenüber zu stehen? traue ich mich überhaupt, jemanden anzusprechen? und wie wird so ein gespräch wohl laufen? ein klitzekleiner teil von mir war versucht, mich zu drücken und nicht hinzugehen.
aber was ein glück, dass ich da war. ich habe einen sehr netten abend im stilwerk in hamburg verbracht. an meiner seite meine nicht twitternde schwester, als kleine verstärkung, falls ich doch nicht aus dem quark komme. wir hatten die verabredung, dass ich diesen ort nicht verlassen werde, ohne nicht mit mindestens drei twitterern kontakt aufzunehmen. fast schon eine verhaltenstherapeutische intervention.
Blogwichteln
wir haben dieses jahr zum ersten mal bei einem blogwichteln mitgemacht. das prinzip ist wie beim wichteln. wir haben einen blog zugewiesen bekommen und für diesen einen beitrag geschrieben und genauso haben wir auch einen beitrag von jemand anderem für unseren blog bekommen. leider unbekannterweise. also bleibt uns an dieser stelle nur ein anonymer dank für diesen schönen text und das bild dazu.
unseren gastbeitrag werden wir am 15. dezember veröffentlichen.
und bedanken möchten wir uns auch bei buthi, die das blogwichteln in diesem jahr organisiert hat.
achtung! kunst… (und ein wenig tagesresümee)
so… der tag war lang. es ist jetzt knapp 23.15 uhr. ich grüße mein feierabend-bier…
der tag begann mit dem ersten klienten um 8 uhr und endete mit dem letzten klienten um 20 uhr. ein langer und bewegender tag also. geprägt von intensiven prozessen, vielen tränen, einem klienten, der seine wut lauthals hinaus schreien konnte, sodass ich richtig zusammenzuckte, von leisen und zarten tönen bis hin zu energischen und ernsten worten. aber in allen situationen war auch viel raum für humor, zuversicht, leichtigkeit und stärke.
wenn ich jetzt auf den tag blicke, bin ich sehr stolz auf die menschen, mit denen ich zusammen arbeiten darf.
mutprobe
angeregt durch das video “you are amazing” habe ich mir eigentlich schon länger vorgenommen, mir fremden menschen komplimente zu machen, wenn ich sie denn denke. sprich: die schönen dinge nicht nur für mich behalten, sondern da hintragen, wo sie hingehören. ich mußte feststellen, dass ist schwieriger als ich dachte.
aber am samstag war es dann soweit!
rückgabe
in der letzten woche war ich auf einer fortbildung. ich habe viele neue dinge erlernt und einige tiefgreifende erfahrungen machen dürfen.
die woche stand unter dem motto “selbsterfahrung” und “systemische aufstellungen”. eine methode, die mich sehr interessierte, war ein “rückgabe-ritual”, das ich dazu nutzen wollte, meiner mutter die dinge zurückzugeben, die sie mir angetan hat.
zweite berufung
also, würde ich an die wiedergeburt glauben und dürfte mir dann noch eine berufung wünschen, frei nach dem motto: zweites leben, was willst du können können? ich würde das design wählen. viele beispiele, wie toll das sein kann finden sich im design tagebuch. seufz.
und sie? welche berufung würden sie sich wünschen?
nun also doch: es wird getwittert
seit gestern habe ich einen twitter-account.
aber was nun?
seit gestern grübel ich darüber nach, wie wohl meine zweite nachricht lauten könnte. möglichst natürlich sehr gehaltvoll und interessant
. meine erste zugegebenermaßen ist ja nun etwas sinnfrei.
ich möchte natürlich niemanden damit quälen zu erfahren, wie ich heute morgen aufgewacht bin oder ob die sonne scheint. nicht mal, wenn sie das unbedingt wissen möchten. Diesen Beitrag weiterlesen »











