Lieblingssätze
mia bernstein schreibt lieblingssätze. und diese sätze haben dazu geführt, dass ich ihr auf twitter folge.
irgendwann bekam ich dann zwangsläufig mit, dass sie ihr erstlingswerk “erdbeerflecken” veröffentlicht. das war, glaube ich, im november. illustriert wurde ihr buch von michaela von aischberger, der ich ebenfalls mit begeisterung auf twitter folge. eine spannende allianz also.
erdbeerflecken. ich liebe erdbeeren und die farbe rot. da schreibt also die frau mit den lieblingssätzen auch noch ein buch mit früchten im titel, auf die ich mich im sommer immer am meisten freue. das cover ist so gestaltet, dass, wenn ich es im buchhandel erblickt , es auf alle fälle in die hände genommen hätte. dennoch hat es bis märz gedauert, bis ich mir das buch gekauft habe. und das hat natürlich auch seine gründe.
ich weiß nicht, ob sie das kennen: da häufen sich die gründe, sich etwas anzuschauen, sich etwas zu kaufen und je mehr gründe sich finden, umso größer wird die furcht, entäuscht über das ergebnis zu sein. ich hatte ein wenig angst, dass mir das buch nicht gefällt und mir damit meine lieblingssätze abhanden kommen.
nun denn, die neugier hat gesiegt. ich habe es gekauft und natürlich gelesen. gestern fragte mich ein freund, ob es gut oder schlecht sei. darauf konnte ich keine antwort geben. diese kategorien passen nicht zu diesem buch. es ist anders. fast ein wenig verstörend. es ist kein roman, sondern eine sammlung von kurzgeschichten. gedankensrabble nennt es mia bernstein.
aber das wichtigste: es hat lieblingssätze.
“wenn die seele duftet, kann der mensch nicht stinken”
erdbeerflecken ist ein buch zum langsam lesen. ich lese eigentlich nie langsam. bei diesem buch ging es nicht anders. die geschichten sind so voll leben, gefühlen, fragen, die raum brauchen, irgendwo in einem anzukommen.
es ist ein ganz anderes buch und das macht es besonders.











